Energiewende kostet Stromkunden 28 Milliarden Euro

Größte Hochachtung vor der konventionellen Energiewirtschaft !

Na ja, um genau zu sein, für deren Presseabteilungen. Im wöchentlichen Rhythmus werden Schreckensnachrichten zur „Energiewende“ in großen, sogenannten seriösen Zeitungen verbreitet und Herr Grillo vom Bund der deutschen Industrie (BDI) und andere schlagen (wie immer) Alarm.

Dieses Mal muss ein Gutachten des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) herhalten, das ermittelt hat, dass ein Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden 270 Euro im Jahr für die Umsetzung der Energiewende zahlt.

Es soll hier gar nicht näher darauf eingegangen werden, dass sogar das IW ausdrücklich darauf hinweist, dass es sich dabei nicht um einen systemischen Vergleich konventioneller und erneuerbarer Stromerzeugung handelt, was in der öffentlichen Wahrnehmung aber leider untergeht.

Auch, dass das IW in einer anderen Studie errechnet hat, dass „jeder Haushalt mit gut 20 Euro für den sogenannten Kohlekompromiss (anstatt der geplanten, von der Energiewirtschaft zu zahlenden Klimaabgabe) dabei ist“  (in den genannten 270 Euro selbstverständlich enthalten) oder, dass die von Herrn Grillo vertretenen Unternehmen meist weitgehend von Umlagen befreit sind (was dafür auf die Haushalte umgelegt wird) und sich über einen der niedrigsten Industriestrompreise in Europa freuen können, soll nicht näher erläutert werden.
Ebenso wenig, dass die Netzbetreiber einkassierte aber nicht verbrauchte Umlagen in Höhe von fast 4 Mrd. (ebenfalls in den 270 Euro enthalten) Euro horten.

Das in letzter Zeit grassierende Schlagwort „Lügenpresse“ ist sicherlich falsch, aber weshalb man für unrecherchierte und unreflektierte Artikel in Zeitungen wie Handelsblatt, FAZ und Konsorten Geld ausgeben soll, erschließt sich eben auch nicht – kostenlos gibt es das selbe zum Thema bei den entsprechenden Lobby-Verbänden

Für alle, die sich ein eigenes Bild machen wollen, nachstehend entsprechende Links.

Prof. Kempfert: Mythen der Energiewende
Der Klima-Lügendetektor: Handelsblatt: Die falsche Umlage
Institut der deutschen Wirtschaft: Ein Strommarkt für die Energiewende
FÖS-Studie (pdf): Was Strom wirklich kostet

Hitzewelle treibt Stromkosten in die Höhe

Hitzewelle treibt Stromkosten in die Höhe – Hitzewelle sorgt für Millionenkosten im Stromnetz ! So oder ähnlich titelten fast alle deutschen Medien von Tageszeitungen über Magazine bis hin zu Fernsehen und Rundfunk.

Und wer hat Schuld für die Kostenexplosion ? Natürlich die Photovoltaik, die die Stromnetze „verstopft“. Für Verbraucher wird es teuer, weil zahlreiche Netzeingriffe nötig sind, aufgrund des „drastischen Anstiegs von Solarstrom“.

Woher der „drastische Anstieg“ kommt, bleibt unklar, insbesondere weil in den letzten beiden Jahren der Photovoltaik-Zubau um fast 80% zurückgegangen ist. Und, dass im Sommer auch einmal die Sonne scheinen könnte, damit konnte wirklich niemand rechnen.

Eine kleine Auswahl dieser Meldungen stellen wir nachstehend als Links zur Verfügung. Ein kleiner Tipp: wenn Sie eine Meldung gelesen haben, kennen Sie alle – es ist immer der selbe Text.

Ein Schelm, der hier sofort an eine groß angelegte Medienkampagne denkt und sich wundert, dass heutzutage nicht mehr recherchiert, sondern offensichtlich nur noch „nach Vorlage“ gearbeitet wird.

Nicht, dass die Aussagen generell falsch wären, nur die Schlussfolgerung, wodurch die Kosten auslöst werden, ist – freundlich ausgedrückt- etwas einseitig.

Richtig ist, dass die Stromversorger bei höherem Anfall von erneuerbarem Strom die Leistung ihrer konventionellen Kraftwerke drosseln müssen, was bei diesen Kosten und Gewinneinbußen verursacht. Und es entspricht den Tatsachen, dass die Energieversorger politisch durchgesetzt haben, diese Kosten umlegen zu dürfen. Also Kosten für nicht produzierten und nicht verkauften Strom (teilweise) an die Verbraucher weitergeben können. Tatsache ist somit auch, dass dies die Stromkosten für (fast) alle erhöht – ob dies auch richtig ist, ist eine Frage des Standpunkts.

In seinem Gastkommentar für das PV-Magazine beschreibt Florian Kipp das so: „Dies ist etwa so, wie wenn Sie trotz Sommerhitze Ihren Heizöllieferanten für nicht verbrauchtes Öl bezahlen müssten. So einen Vertrag schließt wohl kein normaler Mensch ab ! “ (unsere Politik schon)

Die Headlines hätten deshalb auch lauten können: Erzeuger von konventionellem Strom kassieren Verbraucher ab, obwohl sie gar nicht liefern (müssen).

Aber, dies ist wie gesagt eine Frage des Standpunkts oder des in eine gute Lobbyarbeit investierten Geldes.

Teure Energiewende ? Von wegen !

Die Energiewende ist teuer, sie verschlingt Milliarden und ist dafür verantwortlich, dass die Strompreise stark gestiegen sind. FALSCH !

Eine Studie der Uni Erlangen zeigt: ohne Energiewende wären die Strompreise deutlich stärker gestiegen.  Strom ist heute an der Börse so billig wie nie. Nirgendwo in Europa genießen die energieintensiven Industrien (die zu Lasten der Kleinverbraucher immer mehr von Umlagen und Steuern befreit wurden) so geringe Strompreise wie in Deutschland.

Die Kosten der Stromproduktion mittels erneuerbarer Energien sind drastisch gesunken und bewegen sich zwischenzeitlich auf dem Niveau konventioneller Stomerzeugung – ohne Umweltverschmutzung oder sonstige nicht abschätzbare, aber auf jeden Fall riesige Folgekosten, die nachfolgende Generationen zu tragen haben werden, zu hinterlassen.

Die Erneuerbaren sind auf der Siegerstraße. Potente Investoren investieren viele Milliarden in Erneuerbare. Beispielsweise Börsenlegende Warren Buffet, Medienmogul Ted Turner, sogar Öl-Milliardär Philipp Anschutz – Sie wissen warum !

USA leiten Energiewende ein

USA leiten Energiewende ein, während der einstige Musterknabe Deutschland schwer nachlässt und die Europäer mehr über Energiewende und Klimaschutz reden, als konkretes zu tun.

Bereits in den letzten Jahren gab es einen rasanten Aufschwung bei den Erneuerbaren in den USA, insbesondere im Bereich Photovoltaik.

Jetzt will Präsident Obama auch offiziell in den USA die Energiewende. Ein hoffnungsvolles Zeichen für die anstehende Klimakonferenz in Paris. Sind die USA doch einer der größten Klimasünder und gehörten bisher zu den Blockierern eines neuen Klimaschutzabkommens.

Neuer Rekord beim Stromexport

Deutschland stellt einen neuen Rekord beim Stromexport auf. Im ersten Halbjahr 2015 wurde so viel Strom ins Ausland verkauft wie niemals zuvor.

Angetrieben wurde die Nachfrage nach deutschem Strom im Ausland von abermals gesunkenen Preisen an der Strombörse, die im europäischen Vergleich zu den niedrigsten gehören. Gesunken waren die Preise aufgrund des deutlich größeren Angebots von Strom aus Erneuerbaren Energien

Niedrigste Strompreise in Europa ? Otto Normalverbraucher wird dies wundern, hört er doch ständig dass der Strom in Deutschland wegen der Energiewende besonders teuer sei und spürt den Beweis via Stromrechnung doch auch am eigenen Geldbeutel.

Gabriels teures Energiekonzept

Statt, wie im ursprünglichen Energiekonzept geplant, Strafgebühren für alte Meiler zahlen zu müssen, winkt den großen Energiekonzernen nun eine saftige Belohnung. Zwar wehrt sich Gabriel gegen den Eindruck, es gäbe künftig eine Art Abwrackprämie für Kraftwerke. In der Praxis ist aber genau das vorgesehen.

Nun sollen die Versorger Braunkohlekraftwerke ab 2017 als Notreserve bereithalten. Dafür will die öffentliche Hand die Versorger bis 2020 mit 230 Millionen Euro entlohnen – pro Jahr, versteht sich.

Gute Lobbyarbeit zahlt sich eben aus und bezahlt wird es wie immer vom kleinen Stromkunden.

Prof. Quaschning: Die Kohle muss weg

Die „Konstruktionsfehler“ des EEG erklärt

Zwei ganz unterschiedliche Menschen – der eine Professor, der andere Mitarbeiter eines Unternehmens der Erneuerbare-Energien-Branche –  erklären, weshalb Strom für die einen immer teuer wird, während er für andere so günstig ist, wie vor 10 Jahren.

Anstatt das EEG abzuschaffen, wie manche Kritiker fordern, plädieren beide dafür die Konstruktionsfehler zu beheben, die nachträglich eingefügt wurden.

Prof. Eicke Weber in PV Magazine: Es ist nicht sinnvoll das EEG abzuschaffen

Schützen Sie endlich das Klima

Schützen Sie endlich das Klima, fordert Prof. Dr. Volker Quaschning, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin und wendet sich direkt an das aktuelle politische Führungspersonal.

„Liebe Klimakanzlerin Merkel, lieber Superminister Gabriel: Schützen Sie endlich das Klima! Die Wissenschaft hat Ihnen lange genug erklärt, wie das geht. Sie müssen es einfach nur umsetzen und wir Bürger müssen Ihnen endlich richtig Dampf machen. Schließlich geht es um das Wichtigste im Leben: die Zukunft unserer Kinder.

Damit ist eigentlich alles gesagt. Es bleibt nur eines: TUN !