Strompreis klettert auf Rekordhoch

Der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte stieg in den letzten sieben Monaten auf noch nie dagewesene Höchstpreise.
Mit einer Erhöhung von durchschnittlich 5 Prozent im Vergleich zum Jahresanfang ist der Preis für eine Kilowattstunde Strom auf derzeit 29,42 Cent gestiegen. Diese Strompreiserhöhung bestätigten auch Vergleichs- und Vermittlungsportale wie Verivox und Check24.

Etwa zwei Drittel der 826 Stromgrundversorger in Deutschland erhöhten ihre Strompreise in den ersten drei Monaten des Jahres 2019. Weitere 62 dieser Grundversorger möchten für die Monate April und Mai ihre Preise erhöhen. Für die nächste Zeit ist kein Ende der Strompreissteigerungen in Sicht – Experten rechnen vielmehr mit einem weiteren Anstieg.

Quelle: n-tv

Geldbereitstellung für Energie – und Klimafonds

Für 2019 erhöht die Bundesregierung die Gelder für den Energie- und Klimafonds auf 4,5 Milliarden Euro. Der Fonds wurde 2011 ins Leben gerufen und jährlich neu über die zur Verfügung stehenden Mittel verhandelt.

Für die Zukunft sollen dabei viele Speichertechnologien für Wärme, Strom und weitere Energieträger zur Verfügung stehen, als auch die Speicher- und Batteriezellenfertigung unterstützt werden. Des Weiteren sollen die Gebiete der Energieeffizienz, Gewinnung von Wärme aus erneuerbaren Energien und die CO2-Gebäudesanierung verbessert werden. Auch wird durch den Fonds die zunehmende Elektromobilität vorangetrieben.

Da die Forschung und Entwicklung im Bereich der Energietechnik immer mehr an Wichtigkeit gewonnen hat ist dies nun nicht mehr Teil des Energie – und Klimafonds, sondern wird über einen Einzelplan mit 773 Millionen Euro finanziert.

Quelle: pv-magazine

Maßnahmenpaket für Energiewende und Klimaschutz

Die Experten des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), der deutschen Wissenschaftsakademien (ESYS) und der deutschen Energie-Agentur (Dena) haben konkrete Empfehlungen für die Energiewende in Deutschland vorgelegt. Die Institutionen fordern den jährlichen Nettozubau der erneuerbaren Energien auf mindestens sechs Gigawatt zu steigern.

Bereits in den kommenden Monaten solle ein umfassendes Maßnahmenpaket den Grundstein für umfangreiche Investitionen legen. Die Akademien, BDI und Dena haben bereits unabhängig voneinander mehrere Grundsatzstudien zur Machbarkeit der Energiewende vorgelegt. Um das Energiesystem klimafreundlich und Strom zum dominierenden Energieträger zu machen, brauche es vielfältige Technologien für kurzfristige Flexibilität – von Batterien in Elektroautos und Wärmepumpen über thermische Speicher und Power-to-X-Anlagen bis zum Demand Side Management.

 

Quelle: pv magazine

Aus Kohle wird Photovoltaik und Windkraft

Laut dem 336 Seiten umfassenden Abschlussbericht, den die sogenannte Kohlekommission am Samstag vorgelegt hat, soll Deutschland bis spätestens Ende 2038 die Kohleverstromung beenden.

Die Unternehmen Vattenfall, Baywa re, Solarpraxis und Wattner wählten diesen Zeitpunkt, um nochmals auf die Ergebnisse des vom Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichten Bericht „Erneuerbare-Energien-Vorhaben in den Tagebauregionen“ aufmerksam zu machen. Sie weisen auf das große Potenzial der Tagebauflächen hin, da es sich um Kraftwerksstandorte mit Netzanschluss und bereits bergbaulich genutzte Fläche handele.

Ab 2020 könnten demnach auf den Tagebauflächen ohne jegliche Förderung Photovoltaik-, Windkraft- und Hybridkraftwerke realisiert und gleichzeitig der Charakter der Kohlereviere als Energieregion bewahrt werden, werben die Unternehmen für ihre Idee.

Quellen:

https://www.pv-magazine.de/2019/01/25/aus-kohle-wird-photovoltaik-und-windkraft-ganz-ohne-foerderung/

https://www.pv-magazine.de/2019/01/28/deutschland-soll-bis-2038-aus-der-kohleverstromung-aussteigen/

Erstmals mehr Leistung bei erneuerbaren als bei fossilen Energieträgern installiert

Die Marktkonzentration bei der konventionellen Stromerzeugung nimmt weiter ab.

Aus dem kürzlich veröffentlichten jährlichen Monitoringbericht über die Entwicklungen auf den deutschen Elektrizitäts- und Gasmärkten geht hervor, dass in Deutschland 2017 mit 112,5 Gigawatt erstmals mehr Erzeugungsleistung aus erneuerbaren als aus konventionellen Energieträgern (105,1 Gigawatt) installiert wurde.

Auch der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung (insgesamt 601,4 Terawattstunden) ist im Jahr 2017 auf 36% gestiegen – in diesem Jahr wird ein Anstieg auf 39% erwartet.

Quellen: photon.info, pv-magazine

Weltweiter Trend setzt sich fort: Über 100 Städte werden bereits mit mindestens 70% Ökostrom versorgt

Bereits  mehr als 100 Städte der Industrienationen, darunter Vancouver, Montreal und Stockholm, aber auch viele Städte in Entwicklungsländern, wie zum Beispiel  die kenianische Hauptstadt Nairobi, werden mit mindestens 70% Ökostrom versorgt !

Über 40 Städte, zu diesen gehören unter anderem Reykjavik und Basel, haben bereits das Ziel der Vollversorgung durch saubere Energie erreicht.

Ein großer Wermutstropfen bleibt jedoch: Deutschland, einstiger  Vorreiter in Sachen erneuerbare Energien,  ist mit keiner einzigen Stadt in der Liste vertreten.

Ein Beispiel kann Deutschland sich an den Briten nehmen – am 01. März verkündeten  80 britische Städte, darunter Manchester, Birmingham, Newcastle, Glasgow und 16 Londoner Stadtteile, bis spätestens 2050 die Vollversorgung durch saubere Energie zu realisieren.

Quelle: pv magazine

Sinkende Investitionskosten und steigende Strompreise machen Photovoltaikanlagen immer attraktiver

Beim gewerblichen Solaranlagenbetreiber haben sich die Prioritäten, die lange bei den Renditeerwartungen lagen, in Richtung Eigenverbrauch verschoben.

Laut einer aktuellen Studie der EuPD Research, wird der Beweggrund Eigenstromnutzung von gut 60% der Kunden als ausschlaggebendes Kriterium für die Installation einer gewerblich genutzten Photovoltaikanlage aufgeführt. Diese Angaben beziehen sich auf die Inbetriebnahme ab Mitte 2016 und lassen sich mit den stetig steigenden Stromkosten und den gleichzeitig immer weiter sinkenden Investitionskosten für eine Solaranlage begründen.

pv magazine: Gewerbe setzt auf Photovoltaik-Eigenverbrauch

EEG-Umlage soll 2016 wieder steigen

Die EEG-Umlage soll im kommenden Jahr nach vorliegenden Pressemeldungen wieder ansteigen – auf einen Rekordwert von zu 6,39 Cent/kWh. Offiziell wird die Höhe der neuen Umlage von den Stromnetzbetreibern Mitte Oktober bekannt gegeben.

In der Öffentlichkeit wird die EEG-Umlage als „Subvention“ für Erneuerbaren Energien wahrgenommen, als Kosten der Energiewende. Es entsteht der Eindruck die Energiewende würde immer teurer (und tatsächlich wird die Strompreisrechnung für Privathaushalte und kleine Gewerbebetriebe höher).  Der schöne Begriff „Überförderung“ wird von manchem Politiker bald wieder zu hören sein.

Tatsache ist jedoch, dass der Zubau erneuerbarer Energie und die hierfür bezahlten Vergütungen pro kWh in den letzten Jahren massiv zurückgegangen sind.

Woher kommt dann die Erhöhung ? Um dies nachvollziehen zu können muss man sich etwas näher mit der Konstruktion des EEG, den Zusammenhängen und den politischen Einflussnahmen beschäftigen.

Hier einige Fakten zum EEG:

1) Subventionen
Die EEG-Umlage für den Ökostrom ist keine Förderung oder Subventionierung aus Staats- bzw. Steuermitteln. Der Staat legt beim EEG lediglich, wie beim Mindestlohn die Lohnuntergrenze, die Mindestpreise für den Strom aus erneuerbaren Energien fest. Während bei den erneuerbaren Energien häufig von Förderung und Subventionierung des Stroms gesprochen wird, käme niemand auf die Idee, im Fall von Mindestlöhnen von geförderten oder subventionierten Arbeitsplätzen zu reden.

2) Ermittlung der EEG-Umlage
Betreiber von regenerativen Anlagen  erhalten je eingespeister Kilowattstunde einen vom Gesetzgeber festgelegten Vergütungsbetrag oder einen Aufschlag auf den Börsenstrompreis. Der Ökostrom muss zwangsweise an der Börse verkauft werden (so eingeführt vom damaligen Umweltminister Gabriel), die Einnahmen werden auf ein von den Stromnetzbetreibern geführtes EEG-Konto eingezahlt. Der Fehlbetrag zu den bezahlten Vergütungen ist die EEG-Umlage (nicht die in Medien häufig angegebene Brutto-Vergütungszahlung) an die Betreiber. Das ist falsch und führt zu einem vezerrten Bild über die wahre Höhe der EEG-Umlage.
Nachdem in den letzten Jahren der Börsenstrompreis (auch durch die erneuerbaren Energien) stark gefallen ist, ergibt sich – trotz deutlich gesenkter Einspeisevergütungen – ein höherer Fehlbetrag. Dies führt zum „EEG-Paradoxon“: Je geringer der Strompreis (an der Börse), desto höher die EEG-Umlage. 

 3) Immer mehr Ausnahmen/Befreiungen für  Großverbraucher
Stromintensive Firmen zahlen 0,05 ct/kWh Strom EEG-Umlage (Privatkunde: 2015: 6,17 ct/kWh). Anfang 2013 wurde die Ermäßigungsgrenze durch den Gesetzgeber von 10 GWh auf 1 GWh gesenkt.
Weil sich damit die Zahl der begünstigten Firmen deutlich erhöht, fallen Einzahlungen auf das EEG-Umlagekonto deutlich geringer aus und die Umlage wird auf immer weniger Schultern verteilt.
Die sprunghaft gestiegenen Ausnahmen 2013 oder 2014 führen somit zu einer höheren Umlage für den verbleibenden Rest der Stromverbraucher. Laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind diese finanziellen „Subventionen“ der Großabnehmer und Industrie durch die EEG-Ausnahmen im Jahr 2014 erneut um 1,1 Milliarden auf 5,1 Milliarden Euro  gestiegen. Das sind bereits rd. 30 Prozent der EEG-Kernumlage, die fehlen und von den übrigen Stromverbrauchern mitbezahlt werden müssen.

Für alle, die sich näher über das Thema informieren wollen, haben wir nachfolgend einige Links z.B. zu Beiträgen des IWR zur Verfügung gestellt. Diejenigen, die sich eher unreflektiert und ohne Beleuchtung der Hintergründe „informieren“ möchten, verweisen wir auf die Wirtschaftspresse.  Auch hier gerne Links zu „Handelsblatt“ und FAZ.

IWR: Erneuerbare Energien werden subventioniert – Staat zahlt keinen Cent
IWR: Strompreise für Verbraucher steigen – Börsen-Strompreise sinken auf Rekordtiefs
Klimaretter: Es fehlt ein echter Kostenindikator
FAZ: Die Energiewende wird wieder teurer
Handelsblatt: EEG-Umlage steigt auf neuen Rekordwert

LED-Straßenbeleuchtung: Ein Vorbild für Deutschland

Indien, das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung der Welt, will innerhalb der nächsten zwei Jahre alle Straßenleuchten mit LED-Leuchtmitteln ausstatten.

Die Kosten liegen bei fast 400 Millionen US-Dollar, allerdings werden damit auch über zehn Milliarden kWh pro Jahr eingespart. Schon im ersten Jahr ist dadurch die Investition wieder hereingespielt. Jedes folgende Jahr werden die öffentlichen Haushalte durch die nun geringer anfallenden Kosten entlastet.

In Deutschland waren, so eine Studie von PwC, Ende 2014 erst elf Prozent der neun Millionen Leuchten bereits auf LED umgestellt. Entsprechend urteilten die Autoren: “Unterm Strich ist die öffentliche Beleuchtung in Deutschland veraltet.”

Die böse Energiewende

Die böse Energiewende vernichtet den Stolz der deutschen Wirtschaft. Gabriel schwingt mit seinen wiederholten Attacken auf Eon und RWE die politische Abrissbirne.

So durften wir kürzlich in so renommierten Zeitungen wie z.B. Handelsblatt und Wirtschaftswoche lesen.

Kritisiert wird, dass die großen Energieversorger aufgrund der „über Nacht“ ausgerufenen Energiewende weniger Gewinn machen. Gleichzeitig drücken enorme Kosten für den Rückbau von Kernkraftwerken und die Lagerung von Atommüll. Den schönen Plan von Eon sich dieser Kosten  durch Auslagerung in eine „Bad Bank“ zu entledigen, will Minister Gabriel mit einem neuen Haftungsgesetz durchkreuzen.

Die Artikel sind wieder absolut identisch. Wieder platziert in angesehenen (warum eigentlich angesehen ?) Blättern.

Liebe Presseabteilungen der Energieversorger ! Vor kurzem waren wir noch voller Hochachtung dafür, wie ihr es schafft mit – sagen wir es freundlich – einseitiger Sicht Stimmungsmache zu betreiben. Jetzt übertreibt ihr es aber !

Mit Verlaub, so doof, für wie ihr sie haltet, sind die Leser nun doch nicht. Kaum zu glauben, dass Menschen, die eine „freie Presse“ fordern, so etwas drucken.

Ganz kurz und ohne ins Detail zu gehen zu den Fakten:

Überraschende Energiewende

Die Energiekonzerne hatten bereits vor mehr als einem Jahrzehnt den Atomausstieg mit der Regierung Schröder vereinbart, von Überraschung kann also keine Rede sein. Anstatt sich für die Zeit nach der Atomkraft neue Geschäftsfelder aufzubauen, hat man sich auf politische Einflussnahme verlassen und von der frühen Regierung Merkel auch die gewünschte Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke erhalten.
Alles gut, die Milliardengewinne konnten weitersprudeln, ohne dass man sich Gedanken um die Zunkunft und schon gar nicht die Entsorgung von Atommüll machen musste. Alles wieder weit in der Zukunft. Dann kam Fukushima – blöde gelaufen.

Haftung für Rückbaukosten – die politische Abrissbirne

Jahrzehntelang wurde Atomstrom als konkurrenzlos billig, sicher und CO²-frei verkauft und damit von den Energiekonzernen Milliarden verdient. Notwendiger Rückbau und jahrtausendelange Lagerung von Atommüll wurde einfach ausgeblendet.
Sprachen Kritiker diese unkalkulierbaren Kosten an, wurden sie auf die milliardenschwere Rückstellungen der Energiekonzerne verwiesen, die „locker“ hierfür ausreichen sollen. Obwohl das auch heute noch so behauptet wird, ist allen klar, dass die Rückstellungen nur buchmäßig (in dieser Höhe) vorhanden sind und schon gar nicht ausreichen werden. Nachdem nun mal jeder für das haften muss, was er anrichtet, keine guten Aussichten für Eon, RWE & Co.

Die Lösung: Atomkraftwerke schnell in eine andere Gesellschaft ausgliedern, 5 Jahre warten und schon ist die Haftung nach deutschem Recht erloschen. Soll doch die neue Gesellschaft pleite gehen, dann hat man die Milliardengewinne der Vergangenheit selbst eingestrichen und die Verluste dem Steuerzahler aufgedrückt – gute Idee !

Und jetzt kommt Herr Gabriel und will das nicht zulassen – will eine „Ewigkeitshaftung“ für „Ewigkeitskosten“ einführen. Eine echte Frechheit !

Natürlich war es nie beabsichtigt sich vor Kosten zu drücken, führt Eon nun aus und rudert zurück, will aber gleichzeitig gegen das neue Gesetz klagen.

Egal wie es ausgeht:  Am Ende werden Generationen von Steuerzahlern riesige Kosten für die Lagerung von Atommüll zahlen, der durch die Produktion des billigen (?) Stroms angefallen ist und den Aktionären hohe Renditen garantiert hat. Und: Schuld hat die Energiewende.

Gewinne privatisieren – Kosten sozialisieren und über die Ungerechtigkeit der Welt klagen.

Energiewende kostet Stromkunden 28 Milliarden Euro

Größte Hochachtung vor der konventionellen Energiewirtschaft !

Na ja, um genau zu sein, für deren Presseabteilungen. Im wöchentlichen Rhythmus werden Schreckensnachrichten zur „Energiewende“ in großen, sogenannten seriösen Zeitungen verbreitet und Herr Grillo vom Bund der deutschen Industrie (BDI) und andere schlagen (wie immer) Alarm.

Dieses Mal muss ein Gutachten des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) herhalten, das ermittelt hat, dass ein Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden 270 Euro im Jahr für die Umsetzung der Energiewende zahlt.

Es soll hier gar nicht näher darauf eingegangen werden, dass sogar das IW ausdrücklich darauf hinweist, dass es sich dabei nicht um einen systemischen Vergleich konventioneller und erneuerbarer Stromerzeugung handelt, was in der öffentlichen Wahrnehmung aber leider untergeht.

Auch, dass das IW in einer anderen Studie errechnet hat, dass „jeder Haushalt mit gut 20 Euro für den sogenannten Kohlekompromiss (anstatt der geplanten, von der Energiewirtschaft zu zahlenden Klimaabgabe) dabei ist“  (in den genannten 270 Euro selbstverständlich enthalten) oder, dass die von Herrn Grillo vertretenen Unternehmen meist weitgehend von Umlagen befreit sind (was dafür auf die Haushalte umgelegt wird) und sich über einen der niedrigsten Industriestrompreise in Europa freuen können, soll nicht näher erläutert werden.
Ebenso wenig, dass die Netzbetreiber einkassierte aber nicht verbrauchte Umlagen in Höhe von fast 4 Mrd. (ebenfalls in den 270 Euro enthalten) Euro horten.

Das in letzter Zeit grassierende Schlagwort „Lügenpresse“ ist sicherlich falsch, aber weshalb man für unrecherchierte und unreflektierte Artikel in Zeitungen wie Handelsblatt, FAZ und Konsorten Geld ausgeben soll, erschließt sich eben auch nicht – kostenlos gibt es das selbe zum Thema bei den entsprechenden Lobby-Verbänden

Für alle, die sich ein eigenes Bild machen wollen, nachstehend entsprechende Links.

Prof. Kempfert: Mythen der Energiewende
Der Klima-Lügendetektor: Handelsblatt: Die falsche Umlage
Institut der deutschen Wirtschaft: Ein Strommarkt für die Energiewende
FÖS-Studie (pdf): Was Strom wirklich kostet

Hitzewelle treibt Stromkosten in die Höhe

Hitzewelle treibt Stromkosten in die Höhe – Hitzewelle sorgt für Millionenkosten im Stromnetz ! So oder ähnlich titelten fast alle deutschen Medien von Tageszeitungen über Magazine bis hin zu Fernsehen und Rundfunk.

Und wer hat Schuld für die Kostenexplosion ? Natürlich die Photovoltaik, die die Stromnetze „verstopft“. Für Verbraucher wird es teuer, weil zahlreiche Netzeingriffe nötig sind, aufgrund des „drastischen Anstiegs von Solarstrom“.

Woher der „drastische Anstieg“ kommt, bleibt unklar, insbesondere weil in den letzten beiden Jahren der Photovoltaik-Zubau um fast 80% zurückgegangen ist. Und, dass im Sommer auch einmal die Sonne scheinen könnte, damit konnte wirklich niemand rechnen.

Eine kleine Auswahl dieser Meldungen stellen wir nachstehend als Links zur Verfügung. Ein kleiner Tipp: wenn Sie eine Meldung gelesen haben, kennen Sie alle – es ist immer der selbe Text.

Ein Schelm, der hier sofort an eine groß angelegte Medienkampagne denkt und sich wundert, dass heutzutage nicht mehr recherchiert, sondern offensichtlich nur noch „nach Vorlage“ gearbeitet wird.

Nicht, dass die Aussagen generell falsch wären, nur die Schlussfolgerung, wodurch die Kosten auslöst werden, ist – freundlich ausgedrückt- etwas einseitig.

Richtig ist, dass die Stromversorger bei höherem Anfall von erneuerbarem Strom die Leistung ihrer konventionellen Kraftwerke drosseln müssen, was bei diesen Kosten und Gewinneinbußen verursacht. Und es entspricht den Tatsachen, dass die Energieversorger politisch durchgesetzt haben, diese Kosten umlegen zu dürfen. Also Kosten für nicht produzierten und nicht verkauften Strom (teilweise) an die Verbraucher weitergeben können. Tatsache ist somit auch, dass dies die Stromkosten für (fast) alle erhöht – ob dies auch richtig ist, ist eine Frage des Standpunkts.

In seinem Gastkommentar für das PV-Magazine beschreibt Florian Kipp das so: „Dies ist etwa so, wie wenn Sie trotz Sommerhitze Ihren Heizöllieferanten für nicht verbrauchtes Öl bezahlen müssten. So einen Vertrag schließt wohl kein normaler Mensch ab ! “ (unsere Politik schon)

Die Headlines hätten deshalb auch lauten können: Erzeuger von konventionellem Strom kassieren Verbraucher ab, obwohl sie gar nicht liefern (müssen).

Aber, dies ist wie gesagt eine Frage des Standpunkts oder des in eine gute Lobbyarbeit investierten Geldes.

Teure Energiewende ? Von wegen !

Die Energiewende ist teuer, sie verschlingt Milliarden und ist dafür verantwortlich, dass die Strompreise stark gestiegen sind. FALSCH !

Eine Studie der Uni Erlangen zeigt: ohne Energiewende wären die Strompreise deutlich stärker gestiegen.  Strom ist heute an der Börse so billig wie nie. Nirgendwo in Europa genießen die energieintensiven Industrien (die zu Lasten der Kleinverbraucher immer mehr von Umlagen und Steuern befreit wurden) so geringe Strompreise wie in Deutschland.

Die Kosten der Stromproduktion mittels erneuerbarer Energien sind drastisch gesunken und bewegen sich zwischenzeitlich auf dem Niveau konventioneller Stomerzeugung – ohne Umweltverschmutzung oder sonstige nicht abschätzbare, aber auf jeden Fall riesige Folgekosten, die nachfolgende Generationen zu tragen haben werden, zu hinterlassen.

Die Erneuerbaren sind auf der Siegerstraße. Potente Investoren investieren viele Milliarden in Erneuerbare. Beispielsweise Börsenlegende Warren Buffet, Medienmogul Ted Turner, sogar Öl-Milliardär Philipp Anschutz – Sie wissen warum !