Solarpflicht Baden Württemberg

Solarpflicht ab 2022 in Baden-Württemberg: Das müssen Sie beim Neubau beachten

In Baden-Württemberg gilt bei Nicht-Wohngebäuden ab dem Jahr 2022 eine Photovoltaik-Pflicht für Neubauten. Die Dächer von Produktions- oder Lagerhallen, Bürogebäuden und Parkhäusern sollen damit als Energieflächen genutzt werden. Die Solarpflicht gilt damit für Gebäude, deren überbaute Fläche zu maximal 5 Prozent für Wohnzwecke eingesetzt wird.

Wann tritt die Solaranlagen-Pflicht in Kraft?

Die Regierungskoalition in Baden-Württemberg hat sich im Jahr 2020 auf eine Solaranlagen-Pflicht im Land geeinigt. Im Rahmen der Novelle des Klimaschutzgesetztes wurde beschlossen, dass die Solaranlagen-Pflicht für alle Nicht-Wohngebäude im Jahr 2022 in Kraft tritt. Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen): „Wir sind das erste Bundesland, in dem auf Neubauten im Nicht-Wohnbereich standardmäßig eine Solaranlage installiert wird“. Die Solarpflicht gilt für die Baugenehmigungen, die den Behörden ab Januar 2022 vorliegen. Der Landtag hat am 14. Oktober 2020 das „Gesetz zur Weiterentwicklung des Klimaschutzes“ in Baden-Württemberg verabschiedet.

In welchem Umfang muss eine Dachfläche bei der Solarpflicht mindestens genutzt werden?

Der Gesetzesentwurf ist in dieser Hinsicht nicht klar definiert. Es ist unklar, wie groß eine Photovoltaikanlage mindestens sein muss oder wie viel Prozent einer geeigneten Dachfläche zur Erfüllung des Gesetzes mindestens genutzt werden müssen. Weder zur Dachneigung, Dachgröße, Dachform, noch zur Ausrichtung oder zur Verschattung gibt es konkrete Vorgaben. Wie mit Dachbegrünung umgegangen werden muss und ab wann eine ökonomische Zumutbarkeit vorliegt, steht noch zur Debatte. Das Ministerium will diese Punkte über eine entsprechende Verordnung regeln.

 

Welche Gebäude- und welche Dachtypen sind von der Photovoltaik-Pflicht betroffen?

In Baden-Württemberg sind Nicht-Wohngebäude von der Photovoltaik-Pflicht betroffen. Zu den Nicht-Wohngebäuden zählen:

  1. Bürogebäude
  2. Lagerhallen
  3. Industriegebäude
  4. Gewerbegebäude
  5. Parkhäuser
  6. Parkplätze ab 75 Stellplätzen
  7. Logistikgebäude
  8. Produktionsgebäude
  9. Fabrikhallen

Neue Dachflächen, die zu den Nicht-Wohngebäuden gehören, sind in Baden-Württemberg von der PV-Pflicht betroffen. Dazu zählen:

  1. Industriedächer
  2. Gewerbedächer
  3. Parkhausdächer
  4. Lagerhallendächer
  5. Bürodächer
  6. Produktionsdächer
  7. Fabrikdächer
  8. Logistikdächer

Was passiert, wenn sich in dem Gebäude Wohnungseinheiten befinden?

Eine Photovoltaikanlage muss auch auf Gebäuden mit Wohnungseinheiten gebaut werden, wenn der Wohnanteil unter 5% der überbauten Gesamtfläche liegt.

Solarpflicht – Unterschied Photovoltaik und Solarthermie

Im vorläufigen Gesetzesentwurf ist von einer „Pflicht zur Installation von Photovoltaik-Anlagen“ die Rede. Weiter heißt es im Text: „Beim Neubau von Nichtwohngebäuden ist auf der für eine Solarnutzung geeigneten Dachfläche eine Photovoltaik-Anlage zur Stromerzeugung zu installieren.“ Der Bundesverband Solarwirtschaft hat aus diesem Grund dazu beigetragen, den §8a zu ergänzen. In Absatz 3 ist nun geschrieben: „Zur Erfüllung der Pflicht kann ersatzweise auch eine solarthermische Anlage zur Wärmeerzeugung auf der für eine Solarnutzung geeigneten Dachfläche installiert werden.“

Ob es sich an dieser Stelle auszahlt, beide Technologien gleichberechtigt zu behandeln ist zumindest fraglich. Gewerbegebäude, wie Lagerhallen oder Parkhäuser besitzen großflächige Dächer. Solarthermische Anlagen zur Wärmeerzeugung können hier nur wenig zur Energiewende beitragen, da der Wärmebedarf gering ist.

Wie hat sich die Solarpflicht, auch solare Baupflicht genannt, in Deutschland entwickelt?

Waiblingen war im Jahr 2006 die erste Stadt, die für Neubauten eine Solaranlagenpflicht einführte. Tübingen arbeitet seit 2018 mit einem Zwischenerwerbsmodell für Grundstücke, die neu zu bebauen sind. Der Käufer sichert bei der Weiterveräußerung zu, dass eine Photovoltaikanlage installiert wird. In Amberg soll das nachhaltige Bauen mit einer Solarstromanlage verbunden werden. Ab 2023 hat Hamburg eine Installationspflicht für Solaranlagen gesetzlich verankert. Berlin und Bayern wollen ebenfalls eine Solarpflicht einführen, zu Beginn für gewerbliche Neubauten und zu einem späteren Zeitpunkt auch für private Neubauten.

Was bringt eine Solarpflicht in Baden-Württemberg?

Baden-Württemberg trägt als Industrieland zu 0,2 Prozent zu den weltweiten Treibhausgasemissionen bei. Claus Paal (CDU) dazu: „Ein mittelständisches Unternehmen kann seinen CO2-Verbrauch nicht so schnell halbieren“. Bei den neuen Gesetzen geht es insofern eher darum, der hiesigen Wirtschaft bei der ökologischen Transformation zu helfen.

Klimapaket: Wegfall des 52-Gigawatt-Deckels beschlossen

Zu dem am Freitag von der Bundesregierung beschlossenen Klimaschutzprogramm gehört auch der Wegfall der bislang im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) definierten Förderungsbeschränkung für Photovoltaik.

Nach fast 20 Stunden Verhandlungen haben sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD auf ein „Klimaschutzprogramm 2030“ geeinigt. Das wohl wichtigste Element ist aus Sicht der Photovoltaikbranche wohl der Wegfall des Deckels bei der Solarförderung. Wörtlich heißt es hierzu auf Seite 17 des 22 Seiten umfassenden Eckpunkte-Papiers: „Der derzeit noch bestehende Deckel von 52 Gigawatt für die Förderung des Ausbaus von Photovoltaikanlagen wird aufgehoben.“ Somit werden auch zukünftig neu installierte Photovoltaikanlagen bis 750 kWp über die bislang festgelegte Förderungsbeschränkung hinaus gefördert.

CO2-Emissionen sollen künftig durch den Zertifikatehandel stärker bepreist werden. Dabei werden Zertifikate an die Unternehmen, die fossile Heiz- und Kraftstoffe in Verkehr bringen, verkauft. Für 2021 sind zunächst lediglich 10 Euro pro Tonne CO2 vorgesehen. 2025 liegt der Festpreis dann nach jährlich festgelegten Steigerungen bei 35 Euro pro Tonne CO2. Ab 2026 werden bei einem Höchstpreis von 60 Euro pro Tonne CO2 jährlich sinkende maximale Emissionsmengen festgelegt.

Nach Scheitern des im Jahre 1990 festgelegten Ziels, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu senken, soll nun das fortbestehende Klimakabinett durch kontinuierliche Prüfungen das Erreichen der Zielsetzung für 2030 gewährleisten – diese sieht eine Senkung des CO2-Ausstoßes um 55% im Vergleich zu 1990 vor.

Klimaschutzprogramm 2030, pv-magazin

Strompreis klettert auf Rekordhoch

Der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte stieg in den letzten sieben Monaten auf noch nie dagewesene Höchstpreise.
Mit einer Erhöhung von durchschnittlich 5 Prozent im Vergleich zum Jahresanfang ist der Preis für eine Kilowattstunde Strom auf derzeit 29,42 Cent gestiegen. Diese Strompreiserhöhung bestätigten auch Vergleichs- und Vermittlungsportale wie Verivox und Check24.

Etwa zwei Drittel der 826 Stromgrundversorger in Deutschland erhöhten ihre Strompreise in den ersten drei Monaten des Jahres 2019. Weitere 62 dieser Grundversorger möchten für die Monate April und Mai ihre Preise erhöhen. Für die nächste Zeit ist kein Ende der Strompreissteigerungen in Sicht – Experten rechnen vielmehr mit einem weiteren Anstieg.

Quelle: n-tv

Geldbereitstellung für Energie – und Klimafonds

Für 2019 erhöht die Bundesregierung die Gelder für den Energie- und Klimafonds auf 4,5 Milliarden Euro. Der Fonds wurde 2011 ins Leben gerufen und jährlich neu über die zur Verfügung stehenden Mittel verhandelt.

Für die Zukunft sollen dabei viele Speichertechnologien für Wärme, Strom und weitere Energieträger zur Verfügung stehen, als auch die Speicher- und Batteriezellenfertigung unterstützt werden. Des Weiteren sollen die Gebiete der Energieeffizienz, Gewinnung von Wärme aus erneuerbaren Energien und die CO2-Gebäudesanierung verbessert werden. Auch wird durch den Fonds die zunehmende Elektromobilität vorangetrieben.

Da die Forschung und Entwicklung im Bereich der Energietechnik immer mehr an Wichtigkeit gewonnen hat ist dies nun nicht mehr Teil des Energie – und Klimafonds, sondern wird über einen Einzelplan mit 773 Millionen Euro finanziert.

Quelle: pv-magazine

Maßnahmenpaket für Energiewende und Klimaschutz

Die Experten des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), der deutschen Wissenschaftsakademien (ESYS) und der deutschen Energie-Agentur (Dena) haben konkrete Empfehlungen für die Energiewende in Deutschland vorgelegt. Die Institutionen fordern den jährlichen Nettozubau der erneuerbaren Energien auf mindestens sechs Gigawatt zu steigern.

Bereits in den kommenden Monaten solle ein umfassendes Maßnahmenpaket den Grundstein für umfangreiche Investitionen legen. Die Akademien, BDI und Dena haben bereits unabhängig voneinander mehrere Grundsatzstudien zur Machbarkeit der Energiewende vorgelegt. Um das Energiesystem klimafreundlich und Strom zum dominierenden Energieträger zu machen, brauche es vielfältige Technologien für kurzfristige Flexibilität – von Batterien in Elektroautos und Wärmepumpen über thermische Speicher und Power-to-X-Anlagen bis zum Demand Side Management.

 

Quelle: pv magazine

Aus Kohle wird Photovoltaik und Windkraft

Laut dem 336 Seiten umfassenden Abschlussbericht, den die sogenannte Kohlekommission am Samstag vorgelegt hat, soll Deutschland bis spätestens Ende 2038 die Kohleverstromung beenden.

Die Unternehmen Vattenfall, Baywa re, Solarpraxis und Wattner wählten diesen Zeitpunkt, um nochmals auf die Ergebnisse des vom Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichten Bericht „Erneuerbare-Energien-Vorhaben in den Tagebauregionen“ aufmerksam zu machen. Sie weisen auf das große Potenzial der Tagebauflächen hin, da es sich um Kraftwerksstandorte mit Netzanschluss und bereits bergbaulich genutzte Fläche handele.

Ab 2020 könnten demnach auf den Tagebauflächen ohne jegliche Förderung Photovoltaik-, Windkraft- und Hybridkraftwerke realisiert und gleichzeitig der Charakter der Kohlereviere als Energieregion bewahrt werden, werben die Unternehmen für ihre Idee.

Quellen:

https://www.pv-magazine.de/2019/01/25/aus-kohle-wird-photovoltaik-und-windkraft-ganz-ohne-foerderung/

https://www.pv-magazine.de/2019/01/28/deutschland-soll-bis-2038-aus-der-kohleverstromung-aussteigen/

Erstmals mehr Leistung bei erneuerbaren als bei fossilen Energieträgern installiert

Die Marktkonzentration bei der konventionellen Stromerzeugung nimmt weiter ab.

Aus dem kürzlich veröffentlichten jährlichen Monitoringbericht über die Entwicklungen auf den deutschen Elektrizitäts- und Gasmärkten geht hervor, dass in Deutschland 2017 mit 112,5 Gigawatt erstmals mehr Erzeugungsleistung aus erneuerbaren als aus konventionellen Energieträgern (105,1 Gigawatt) installiert wurde.

Auch der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung (insgesamt 601,4 Terawattstunden) ist im Jahr 2017 auf 36% gestiegen – in diesem Jahr wird ein Anstieg auf 39% erwartet.

Quellen: photon.info, pv-magazine

Weltweiter Trend setzt sich fort: Über 100 Städte werden bereits mit mindestens 70% Ökostrom versorgt

Bereits  mehr als 100 Städte der Industrienationen, darunter Vancouver, Montreal und Stockholm, aber auch viele Städte in Entwicklungsländern, wie zum Beispiel  die kenianische Hauptstadt Nairobi, werden mit mindestens 70% Ökostrom versorgt !

Über 40 Städte, zu diesen gehören unter anderem Reykjavik und Basel, haben bereits das Ziel der Vollversorgung durch saubere Energie erreicht.

Ein großer Wermutstropfen bleibt jedoch: Deutschland, einstiger  Vorreiter in Sachen erneuerbare Energien,  ist mit keiner einzigen Stadt in der Liste vertreten.

Ein Beispiel kann Deutschland sich an den Briten nehmen – am 01. März verkündeten  80 britische Städte, darunter Manchester, Birmingham, Newcastle, Glasgow und 16 Londoner Stadtteile, bis spätestens 2050 die Vollversorgung durch saubere Energie zu realisieren.

Quelle: pv magazine

Sinkende Investitionskosten und steigende Strompreise machen Photovoltaikanlagen immer attraktiver

Beim gewerblichen Solaranlagenbetreiber haben sich die Prioritäten, die lange bei den Renditeerwartungen lagen, in Richtung Eigenverbrauch verschoben.

Laut einer aktuellen Studie der EuPD Research, wird der Beweggrund Eigenstromnutzung von gut 60% der Kunden als ausschlaggebendes Kriterium für die Installation einer gewerblich genutzten Photovoltaikanlage aufgeführt. Diese Angaben beziehen sich auf die Inbetriebnahme ab Mitte 2016 und lassen sich mit den stetig steigenden Stromkosten und den gleichzeitig immer weiter sinkenden Investitionskosten für eine Solaranlage begründen.

pv magazine: Gewerbe setzt auf Photovoltaik-Eigenverbrauch

Fossile-Energien-Umlage 10,2 Cent pro kWh

Nach einer Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) zu Subventionen in Kohle, Öl und Gas müssten die deutschen Stromverbraucher eine Umlage in Höhe von 10,2 Cent pro kWh zahlen, wenn diese – wie die EEG-Umlage – über den Strompreis verrechnet würde. Da die Subventionen aber direkt aus dem Haushalt, also i.d.R. über Steuern, finanziert werden, fällt dies in der Öffentlichkeit nicht auf.

Die offen ausgewiesene EEG-Umlage, die derzeit für den normalen Stromverbraucher „nur“ 6,88 Cent/kWh beträgt (auch weil immer mehr große Stromverbraucher teilweise hiervon befreit wurden), wird dagegen insbesondere von der FDP und Teilen der CDU/CSU als viel zu hoch kritisiert.

Dies obwohl die mit der EEG-Umlage geförderten Erneuerbaren Energien maßgeblich zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen, während die Nutzung fossiler Energieträger das Problem Klimaerwärmung weiter verschärft.

Bereits 2009 haben sich die Staaten, auch die Bundesrepublik Deutschland, auf einem G20-Gipfel in den USA verpflichtet, die fossilen Subventionen zu beenden. Passiert ist bisher (seit 18 Jahren) nichts/wenig.

Energiewende kostet Stromkunden 28 Milliarden Euro

Größte Hochachtung vor der konventionellen Energiewirtschaft !

Na ja, um genau zu sein, für deren Presseabteilungen. Im wöchentlichen Rhythmus werden Schreckensnachrichten zur „Energiewende“ in großen, sogenannten seriösen Zeitungen verbreitet und Herr Grillo vom Bund der deutschen Industrie (BDI) und andere schlagen (wie immer) Alarm.

Dieses Mal muss ein Gutachten des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) herhalten, das ermittelt hat, dass ein Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden 270 Euro im Jahr für die Umsetzung der Energiewende zahlt.

Es soll hier gar nicht näher darauf eingegangen werden, dass sogar das IW ausdrücklich darauf hinweist, dass es sich dabei nicht um einen systemischen Vergleich konventioneller und erneuerbarer Stromerzeugung handelt, was in der öffentlichen Wahrnehmung aber leider untergeht.

Auch, dass das IW in einer anderen Studie errechnet hat, dass „jeder Haushalt mit gut 20 Euro für den sogenannten Kohlekompromiss (anstatt der geplanten, von der Energiewirtschaft zu zahlenden Klimaabgabe) dabei ist“  (in den genannten 270 Euro selbstverständlich enthalten) oder, dass die von Herrn Grillo vertretenen Unternehmen meist weitgehend von Umlagen befreit sind (was dafür auf die Haushalte umgelegt wird) und sich über einen der niedrigsten Industriestrompreise in Europa freuen können, soll nicht näher erläutert werden.
Ebenso wenig, dass die Netzbetreiber einkassierte aber nicht verbrauchte Umlagen in Höhe von fast 4 Mrd. (ebenfalls in den 270 Euro enthalten) Euro horten.

Das in letzter Zeit grassierende Schlagwort „Lügenpresse“ ist sicherlich falsch, aber weshalb man für unrecherchierte und unreflektierte Artikel in Zeitungen wie Handelsblatt, FAZ und Konsorten Geld ausgeben soll, erschließt sich eben auch nicht – kostenlos gibt es das selbe zum Thema bei den entsprechenden Lobby-Verbänden

Für alle, die sich ein eigenes Bild machen wollen, nachstehend entsprechende Links.

Prof. Kempfert: Mythen der Energiewende
Der Klima-Lügendetektor: Handelsblatt: Die falsche Umlage
Institut der deutschen Wirtschaft: Ein Strommarkt für die Energiewende
FÖS-Studie (pdf): Was Strom wirklich kostet

Hitzewelle treibt Stromkosten in die Höhe

Hitzewelle treibt Stromkosten in die Höhe – Hitzewelle sorgt für Millionenkosten im Stromnetz ! So oder ähnlich titelten fast alle deutschen Medien von Tageszeitungen über Magazine bis hin zu Fernsehen und Rundfunk.

Und wer hat Schuld für die Kostenexplosion ? Natürlich die Photovoltaik, die die Stromnetze „verstopft“. Für Verbraucher wird es teuer, weil zahlreiche Netzeingriffe nötig sind, aufgrund des „drastischen Anstiegs von Solarstrom“.

Woher der „drastische Anstieg“ kommt, bleibt unklar, insbesondere weil in den letzten beiden Jahren der Photovoltaik-Zubau um fast 80% zurückgegangen ist. Und, dass im Sommer auch einmal die Sonne scheinen könnte, damit konnte wirklich niemand rechnen.

Eine kleine Auswahl dieser Meldungen stellen wir nachstehend als Links zur Verfügung. Ein kleiner Tipp: wenn Sie eine Meldung gelesen haben, kennen Sie alle – es ist immer der selbe Text.

Ein Schelm, der hier sofort an eine groß angelegte Medienkampagne denkt und sich wundert, dass heutzutage nicht mehr recherchiert, sondern offensichtlich nur noch „nach Vorlage“ gearbeitet wird.

Nicht, dass die Aussagen generell falsch wären, nur die Schlussfolgerung, wodurch die Kosten auslöst werden, ist – freundlich ausgedrückt- etwas einseitig.

Richtig ist, dass die Stromversorger bei höherem Anfall von erneuerbarem Strom die Leistung ihrer konventionellen Kraftwerke drosseln müssen, was bei diesen Kosten und Gewinneinbußen verursacht. Und es entspricht den Tatsachen, dass die Energieversorger politisch durchgesetzt haben, diese Kosten umlegen zu dürfen. Also Kosten für nicht produzierten und nicht verkauften Strom (teilweise) an die Verbraucher weitergeben können. Tatsache ist somit auch, dass dies die Stromkosten für (fast) alle erhöht – ob dies auch richtig ist, ist eine Frage des Standpunkts.

In seinem Gastkommentar für das PV-Magazine beschreibt Florian Kipp das so: „Dies ist etwa so, wie wenn Sie trotz Sommerhitze Ihren Heizöllieferanten für nicht verbrauchtes Öl bezahlen müssten. So einen Vertrag schließt wohl kein normaler Mensch ab ! “ (unsere Politik schon)

Die Headlines hätten deshalb auch lauten können: Erzeuger von konventionellem Strom kassieren Verbraucher ab, obwohl sie gar nicht liefern (müssen).

Aber, dies ist wie gesagt eine Frage des Standpunkts oder des in eine gute Lobbyarbeit investierten Geldes.

Teure Energiewende ? Von wegen !

Die Energiewende ist teuer, sie verschlingt Milliarden und ist dafür verantwortlich, dass die Strompreise stark gestiegen sind. FALSCH !

Eine Studie der Uni Erlangen zeigt: ohne Energiewende wären die Strompreise deutlich stärker gestiegen.  Strom ist heute an der Börse so billig wie nie. Nirgendwo in Europa genießen die energieintensiven Industrien (die zu Lasten der Kleinverbraucher immer mehr von Umlagen und Steuern befreit wurden) so geringe Strompreise wie in Deutschland.

Die Kosten der Stromproduktion mittels erneuerbarer Energien sind drastisch gesunken und bewegen sich zwischenzeitlich auf dem Niveau konventioneller Stomerzeugung – ohne Umweltverschmutzung oder sonstige nicht abschätzbare, aber auf jeden Fall riesige Folgekosten, die nachfolgende Generationen zu tragen haben werden, zu hinterlassen.

Die Erneuerbaren sind auf der Siegerstraße. Potente Investoren investieren viele Milliarden in Erneuerbare. Beispielsweise Börsenlegende Warren Buffet, Medienmogul Ted Turner, sogar Öl-Milliardär Philipp Anschutz – Sie wissen warum !

USA leiten Energiewende ein

USA leiten Energiewende ein, während der einstige Musterknabe Deutschland schwer nachlässt und die Europäer mehr über Energiewende und Klimaschutz reden, als konkretes zu tun.

Bereits in den letzten Jahren gab es einen rasanten Aufschwung bei den Erneuerbaren in den USA, insbesondere im Bereich Photovoltaik.

Jetzt will Präsident Obama auch offiziell in den USA die Energiewende. Ein hoffnungsvolles Zeichen für die anstehende Klimakonferenz in Paris. Sind die USA doch einer der größten Klimasünder und gehörten bisher zu den Blockierern eines neuen Klimaschutzabkommens.

Neuer Rekord beim Stromexport

Deutschland stellt einen neuen Rekord beim Stromexport auf. Im ersten Halbjahr 2015 wurde so viel Strom ins Ausland verkauft wie niemals zuvor.

Angetrieben wurde die Nachfrage nach deutschem Strom im Ausland von abermals gesunkenen Preisen an der Strombörse, die im europäischen Vergleich zu den niedrigsten gehören. Gesunken waren die Preise aufgrund des deutlich größeren Angebots von Strom aus Erneuerbaren Energien

Niedrigste Strompreise in Europa ? Otto Normalverbraucher wird dies wundern, hört er doch ständig dass der Strom in Deutschland wegen der Energiewende besonders teuer sei und spürt den Beweis via Stromrechnung doch auch am eigenen Geldbeutel.

Gabriels teures Energiekonzept

Statt, wie im ursprünglichen Energiekonzept geplant, Strafgebühren für alte Meiler zahlen zu müssen, winkt den großen Energiekonzernen nun eine saftige Belohnung. Zwar wehrt sich Gabriel gegen den Eindruck, es gäbe künftig eine Art Abwrackprämie für Kraftwerke. In der Praxis ist aber genau das vorgesehen.

Nun sollen die Versorger Braunkohlekraftwerke ab 2017 als Notreserve bereithalten. Dafür will die öffentliche Hand die Versorger bis 2020 mit 230 Millionen Euro entlohnen – pro Jahr, versteht sich.

Gute Lobbyarbeit zahlt sich eben aus und bezahlt wird es wie immer vom kleinen Stromkunden.

Prof. Quaschning: Die Kohle muss weg

Die „Konstruktionsfehler“ des EEG erklärt

Zwei ganz unterschiedliche Menschen – der eine Professor, der andere Mitarbeiter eines Unternehmens der Erneuerbare-Energien-Branche –  erklären, weshalb Strom für die einen immer teuer wird, während er für andere so günstig ist, wie vor 10 Jahren.

Anstatt das EEG abzuschaffen, wie manche Kritiker fordern, plädieren beide dafür die Konstruktionsfehler zu beheben, die nachträglich eingefügt wurden.

Prof. Eicke Weber in PV Magazine: Es ist nicht sinnvoll das EEG abzuschaffen

Schützen Sie endlich das Klima

Schützen Sie endlich das Klima, fordert Prof. Dr. Volker Quaschning, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin und wendet sich direkt an das aktuelle politische Führungspersonal.

„Liebe Klimakanzlerin Merkel, lieber Superminister Gabriel: Schützen Sie endlich das Klima! Die Wissenschaft hat Ihnen lange genug erklärt, wie das geht. Sie müssen es einfach nur umsetzen und wir Bürger müssen Ihnen endlich richtig Dampf machen. Schließlich geht es um das Wichtigste im Leben: die Zukunft unserer Kinder.

Damit ist eigentlich alles gesagt. Es bleibt nur eines: TUN !