Klimapaket: Wegfall des 52-Gigawatt-Deckels beschlossen

Zu dem am Freitag von der Bundesregierung beschlossenen Klimaschutzprogramm gehört auch der Wegfall der bislang im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) definierten Förderungsbeschränkung für Photovoltaik.

Nach fast 20 Stunden Verhandlungen haben sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD auf ein „Klimaschutzprogramm 2030“ geeinigt. Das wohl wichtigste Element ist aus Sicht der Photovoltaikbranche wohl der Wegfall des Deckels bei der Solarförderung. Wörtlich heißt es hierzu auf Seite 17 des 22 Seiten umfassenden Eckpunkte-Papiers: „Der derzeit noch bestehende Deckel von 52 Gigawatt für die Förderung des Ausbaus von Photovoltaikanlagen wird aufgehoben.“ Somit werden auch zukünftig neu installierte Photovoltaikanlagen bis 750 kWp über die bislang festgelegte Förderungsbeschränkung hinaus gefördert.

CO2-Emissionen sollen künftig durch den Zertifikatehandel stärker bepreist werden. Dabei werden Zertifikate an die Unternehmen, die fossile Heiz- und Kraftstoffe in Verkehr bringen, verkauft. Für 2021 sind zunächst lediglich 10 Euro pro Tonne CO2 vorgesehen. 2025 liegt der Festpreis dann nach jährlich festgelegten Steigerungen bei 35 Euro pro Tonne CO2. Ab 2026 werden bei einem Höchstpreis von 60 Euro pro Tonne CO2 jährlich sinkende maximale Emissionsmengen festgelegt.

Nach Scheitern des im Jahre 1990 festgelegten Ziels, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu senken, soll nun das fortbestehende Klimakabinett durch kontinuierliche Prüfungen das Erreichen der Zielsetzung für 2030 gewährleisten – diese sieht eine Senkung des CO2-Ausstoßes um 55% im Vergleich zu 1990 vor.

Klimaschutzprogramm 2030, pv-magazin

Strompreis klettert auf Rekordhoch

Der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte stieg in den letzten sieben Monaten auf noch nie dagewesene Höchstpreise.
Mit einer Erhöhung von durchschnittlich 5 Prozent im Vergleich zum Jahresanfang ist der Preis für eine Kilowattstunde Strom auf derzeit 29,42 Cent gestiegen. Diese Strompreiserhöhung bestätigten auch Vergleichs- und Vermittlungsportale wie Verivox und Check24.

Etwa zwei Drittel der 826 Stromgrundversorger in Deutschland erhöhten ihre Strompreise in den ersten drei Monaten des Jahres 2019. Weitere 62 dieser Grundversorger möchten für die Monate April und Mai ihre Preise erhöhen. Für die nächste Zeit ist kein Ende der Strompreissteigerungen in Sicht – Experten rechnen vielmehr mit einem weiteren Anstieg.

Quelle: n-tv

Geldbereitstellung für Energie – und Klimafonds

Für 2019 erhöht die Bundesregierung die Gelder für den Energie- und Klimafonds auf 4,5 Milliarden Euro. Der Fonds wurde 2011 ins Leben gerufen und jährlich neu über die zur Verfügung stehenden Mittel verhandelt.

Für die Zukunft sollen dabei viele Speichertechnologien für Wärme, Strom und weitere Energieträger zur Verfügung stehen, als auch die Speicher- und Batteriezellenfertigung unterstützt werden. Des Weiteren sollen die Gebiete der Energieeffizienz, Gewinnung von Wärme aus erneuerbaren Energien und die CO2-Gebäudesanierung verbessert werden. Auch wird durch den Fonds die zunehmende Elektromobilität vorangetrieben.

Da die Forschung und Entwicklung im Bereich der Energietechnik immer mehr an Wichtigkeit gewonnen hat ist dies nun nicht mehr Teil des Energie – und Klimafonds, sondern wird über einen Einzelplan mit 773 Millionen Euro finanziert.

Quelle: pv-magazine

Maßnahmenpaket für Energiewende und Klimaschutz

Die Experten des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), der deutschen Wissenschaftsakademien (ESYS) und der deutschen Energie-Agentur (Dena) haben konkrete Empfehlungen für die Energiewende in Deutschland vorgelegt. Die Institutionen fordern den jährlichen Nettozubau der erneuerbaren Energien auf mindestens sechs Gigawatt zu steigern.

Bereits in den kommenden Monaten solle ein umfassendes Maßnahmenpaket den Grundstein für umfangreiche Investitionen legen. Die Akademien, BDI und Dena haben bereits unabhängig voneinander mehrere Grundsatzstudien zur Machbarkeit der Energiewende vorgelegt. Um das Energiesystem klimafreundlich und Strom zum dominierenden Energieträger zu machen, brauche es vielfältige Technologien für kurzfristige Flexibilität – von Batterien in Elektroautos und Wärmepumpen über thermische Speicher und Power-to-X-Anlagen bis zum Demand Side Management.

 

Quelle: pv magazine

Aus Kohle wird Photovoltaik und Windkraft

Laut dem 336 Seiten umfassenden Abschlussbericht, den die sogenannte Kohlekommission am Samstag vorgelegt hat, soll Deutschland bis spätestens Ende 2038 die Kohleverstromung beenden.

Die Unternehmen Vattenfall, Baywa re, Solarpraxis und Wattner wählten diesen Zeitpunkt, um nochmals auf die Ergebnisse des vom Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichten Bericht „Erneuerbare-Energien-Vorhaben in den Tagebauregionen“ aufmerksam zu machen. Sie weisen auf das große Potenzial der Tagebauflächen hin, da es sich um Kraftwerksstandorte mit Netzanschluss und bereits bergbaulich genutzte Fläche handele.

Ab 2020 könnten demnach auf den Tagebauflächen ohne jegliche Förderung Photovoltaik-, Windkraft- und Hybridkraftwerke realisiert und gleichzeitig der Charakter der Kohlereviere als Energieregion bewahrt werden, werben die Unternehmen für ihre Idee.

Quellen:

https://www.pv-magazine.de/2019/01/25/aus-kohle-wird-photovoltaik-und-windkraft-ganz-ohne-foerderung/

https://www.pv-magazine.de/2019/01/28/deutschland-soll-bis-2038-aus-der-kohleverstromung-aussteigen/

Erstmals mehr Leistung bei erneuerbaren als bei fossilen Energieträgern installiert

Die Marktkonzentration bei der konventionellen Stromerzeugung nimmt weiter ab.

Aus dem kürzlich veröffentlichten jährlichen Monitoringbericht über die Entwicklungen auf den deutschen Elektrizitäts- und Gasmärkten geht hervor, dass in Deutschland 2017 mit 112,5 Gigawatt erstmals mehr Erzeugungsleistung aus erneuerbaren als aus konventionellen Energieträgern (105,1 Gigawatt) installiert wurde.

Auch der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung (insgesamt 601,4 Terawattstunden) ist im Jahr 2017 auf 36% gestiegen – in diesem Jahr wird ein Anstieg auf 39% erwartet.

Quellen: photon.info, pv-magazine

Weltweiter Trend setzt sich fort: Über 100 Städte werden bereits mit mindestens 70% Ökostrom versorgt

Bereits  mehr als 100 Städte der Industrienationen, darunter Vancouver, Montreal und Stockholm, aber auch viele Städte in Entwicklungsländern, wie zum Beispiel  die kenianische Hauptstadt Nairobi, werden mit mindestens 70% Ökostrom versorgt !

Über 40 Städte, zu diesen gehören unter anderem Reykjavik und Basel, haben bereits das Ziel der Vollversorgung durch saubere Energie erreicht.

Ein großer Wermutstropfen bleibt jedoch: Deutschland, einstiger  Vorreiter in Sachen erneuerbare Energien,  ist mit keiner einzigen Stadt in der Liste vertreten.

Ein Beispiel kann Deutschland sich an den Briten nehmen – am 01. März verkündeten  80 britische Städte, darunter Manchester, Birmingham, Newcastle, Glasgow und 16 Londoner Stadtteile, bis spätestens 2050 die Vollversorgung durch saubere Energie zu realisieren.

Quelle: pv magazine

Sinkende Investitionskosten und steigende Strompreise machen Photovoltaikanlagen immer attraktiver

Beim gewerblichen Solaranlagenbetreiber haben sich die Prioritäten, die lange bei den Renditeerwartungen lagen, in Richtung Eigenverbrauch verschoben.

Laut einer aktuellen Studie der EuPD Research, wird der Beweggrund Eigenstromnutzung von gut 60% der Kunden als ausschlaggebendes Kriterium für die Installation einer gewerblich genutzten Photovoltaikanlage aufgeführt. Diese Angaben beziehen sich auf die Inbetriebnahme ab Mitte 2016 und lassen sich mit den stetig steigenden Stromkosten und den gleichzeitig immer weiter sinkenden Investitionskosten für eine Solaranlage begründen.

pv magazine: Gewerbe setzt auf Photovoltaik-Eigenverbrauch

EEG-Umlage sinkt 2018

Der Strompreis an der Börse ist 2017 gestiegen – gut für Privathaushalte und kleine Gewerbetreibende, denn deshalb sinkt 2018 die EEG-Umlage.

Verkehrte Welt ? Nein, Politikerlogik !

Für eine neue Regierung bleibt viel zu tun um die dringend notwendige Energiewende endlich sinnvoll zu gestalten.

FOCUS online: Ökostrom-Umlage sinkt 2018
Phovoltaik: Die Aufgaben für Jamaika

Solarenergie wächst weltweit stärker als Atom- und Kohlekraft

Photovoltaik wächst weltweit schneller als jede andere Art der Energieerzeugung. Dies geht aus dem neuesten Bericht der IEA (Internationale Energie Agentur) hervor.

Im vergangenen Jahr gingen weltweit fast 165 Gigawatt Erneuerbare-Energien-Leistung ans Netz. Bis 2022 werde die neu installierte Leistung um rund 1.000 Gigawatt wachsen, »was etwa der Hälfte der heutigen globalen Kapazität im Kohlekraftwerksbereich entspricht, die in 80 Jahren aufgebaut wurde«, sagte Fatih Birol, Geschäftsführer der IEA.
Zwei Drittel würden bis 2022 China, Indien sowie die USA  zum weltweiten Ausbau beitragen.

Hauptgrund ist, dass die Strompreise von Solarkraftwerken deutlich gesunken sind und mit anderen Energieerzeigungsformen durchaus mithalten können. In einigen Regionen sind die Solarstromerzeugungskosten bereits deutlich niedriger als die Erzeugungskosten neu gebauter Gas- und Kohlekraftwerke.

In Deutschland dagegen, obwohl von hier viele technische Innovationen ausgingen, Deutschland einst Weltmarktführer war und viel EEG-Geld in die Anschubförderung gesteckt wurde, wird seit 2012 der Zubau politisch massiv gebremst – trotz niedriger Kosten und möglichem Beitrag zur Lösung des CO²-Problems.

Bleibt zu hoffen, dass die neue Bundesregierung Fakten über Ideologie stellt, denn wer richtig rechnet und alle Kosten einbezieht, kommt an günstigem Solarstrom nicht vorbei.

Spiegel online: Solarenergie wächst weltweit stärker als Atom- und Kohlekraft
PV Magazine: IEA läutet neue Photovoltaik-Ära ein
Photon Info: Photovoltaik wächst weltweit schneller als jede andere Art der Energieerzeugung

Der Planet schlägt zurück – die Politik kümmert das aber nicht

David Wallice-Wells, Redakteur des renommierten NEW YORK MAGAZINE, stellt in seinem Beitrag „DER PLANET SCHLÄGT ZURÜCK“ dar, was über den Klimawandel gesichert bekannt ist und welche dramatischen Auswirkungen dieser bereits jetzt und vor allem in bereits naher Zukunft für die Menschheit haben wird.

Wer sich damit beschäftigt muss zum Schluss kommen: Es muss etwas geschehen, global, sofort, mit höchster Priorität.

Es betrifft uns alle, vor allem unsere Kinder und Enkel, und es wird unsere Zukunft verändern – sicher nicht zum Guten.

Und was hört man darüber in Deutschland, gerade jetzt in Wahlkampfzeiten: NICHTS !

Umweltschutz und Energiepolitik scheint in der politischen Diskussion überhaupt nicht vorzukommen.

Nur isoliert erhitzt das Thema „Dieselaffäre“ die Gemüter. Das ist in etwa so, als ob man sich über den Ruß einer Kerze beschwert, während bereits das ganze Haus brennt.

Schaut man in die Programme der Parteien, so scheint Umwelt und Energiepolitik ein lästiger Unterpunkt. Die AfD hält von dem Thema sowieso nichts und die FDP ist weiterhin der Meinung der Markt wird’s schon richten.

Der Markt hat es gerichtet, über die letzten 100 Jahre uns dahin gebracht, wo wir heute stehen.

Lesen Sie diesen interessanten Artikel und informieren Sie sich im „Energiepolitischen Parteiencheck“ des GIH über die Energie- und Umweltpolitik der Parteien.

David Wallace-Wells: Der Planet schlägt zurück
GIH: Energiepolitischer Parteiencheck zur Bundestagswahl 2017


Umfrage: 95 % der Deutschen für Ausbau von Ökostromanlagen

Die große Mehrheit der Deutschen unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien. Laut Umfrage des EMNID-Instituts halten 95% der Deutschen eine stärkere Nutzung von Ökostrom-Kraftwerken für wichtig oder sogar sehr wichtig.

Die Politik dagegen bremst den Ausbau seit 2012 erheblich. Die tiefen Einschnitte in der Zeit der schwarz-gelben Koalition wurden auch von der derzeitigen Regierungskoalition nicht wieder zurückgenommen.

Bei der bevorstehenden Bundestagswahl können die Bürger nun entscheiden, ob sie künftig wieder eine zukunftsorientierte Energiepolitik, die Umweltschutz und Erhalt unserer Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt stellt, wünschen. Oder doch eine eher rückwärtsgewandte, die vielleicht momentan weniger kosten würde, dafür aber unseren Kindern teure Folgeschäden aufbürdet und die Technologieführerschaft Deutschlands in einem riesigen Zukunftsmarkt gefährdet.

Eine Übersicht über die Wahlprogramme der Parteien finden Sie auf der Seite der Landeszentrale für politische Bildung.


Bundestagswahl: Wie stehen die Parteien zur Energiewende

In wenigen Wochen ist Bundestagswahl. Damit werden die Weichen für die nächsten 4 Jahre gestellt, nicht nur, aber auch für die Energie- und Umweltpolitik. In ihren Wahlprogrammen zeigen die Parteien auf, was sie planen, sollten sie das Mandat der Wähler erhalten.

Wer genau liest und die Entwicklung der letzten Jahre verfolgt hat, bleibt leider verwirrt zurück.

Wird derzeit nicht heftigst über Luftverschmutzung diskutiert, wurden nicht unlängst große Versprechungen beim Weltklimagipfel abgegeben ?

Und was steht in den Wahlprogrammen ?

Es klingt fast als würde dort von einigen laut gerufen:
Bitte belästigen Sie mich nicht mit Fakten, ich habe meine eigene Meinung ! Und überhaupt: was geht mich mein Geschwätz von gestern an ?

Machen Sie sich am besten Ihr eigenes Bild !

haustec.de: Was die Parteien nach der Bundestagswahl planen
Landeszentrale für politische Bildung: Übersicht über die Wahlprogramme
Spiegel online: Studie: Fotovoltaik, die unterschätzte Technik
Süddeutsche Zeitung -Wissen: Pflastert Deutschland endlich mit Solaranlagen

Fossile-Energien-Umlage 10,2 Cent pro kWh

Nach einer Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) zu Subventionen in Kohle, Öl und Gas müssten die deutschen Stromverbraucher eine Umlage in Höhe von 10,2 Cent pro kWh zahlen, wenn diese – wie die EEG-Umlage – über den Strompreis verrechnet würde. Da die Subventionen aber direkt aus dem Haushalt, also i.d.R. über Steuern, finanziert werden, fällt dies in der Öffentlichkeit nicht auf.

Die offen ausgewiesene EEG-Umlage, die derzeit für den normalen Stromverbraucher „nur“ 6,88 Cent/kWh beträgt (auch weil immer mehr große Stromverbraucher teilweise hiervon befreit wurden), wird dagegen insbesondere von der FDP und Teilen der CDU/CSU als viel zu hoch kritisiert.

Dies obwohl die mit der EEG-Umlage geförderten Erneuerbaren Energien maßgeblich zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen, während die Nutzung fossiler Energieträger das Problem Klimaerwärmung weiter verschärft.

Bereits 2009 haben sich die Staaten, auch die Bundesrepublik Deutschland, auf einem G20-Gipfel in den USA verpflichtet, die fossilen Subventionen zu beenden. Passiert ist bisher (seit 18 Jahren) nichts/wenig.

Energiewende – wo ?

Am 20. und 21. März traf sich die Welt wieder zum „Energy Transition Dialogue“ in Berlin. Wie jedes Jahr gab es große Reden und Deutschland gab erneut den globalen Vorreiter der Energiewende und des Klimaschutzes.

Es stimmt schon: Deutschland hat im letzten Jahrzehnt tatsächlich eine herausragende Rolle eingenommen.

Innerhalb eines starken Jahrzehnts haben sich Solar- und Windstrom von einer sehr teuren Stromerzeugung zum weltweit kostengünstigsten Energieträgern entwickelt, auch durch die Anstrengungen der Deutschen. Deutschland war führend in der Solar-und Windstromtechnik.

Und heute ?

Inzwischen sind viele andere Nationen an Deutschland vorbeigezogen, zeigen ein wesentlich stärkeres Investitionsverhalten, haben offensivere politische Ziele und eine erfolgreichere Gesetzgebung. Eine seit Jahren fehlgeleitete Politik in Deutschland und der EU hat es China, USA und anderen Länder leicht gemacht die industrielle Hoheit im Solarsektor zu übernehmen.
Deutschland war auf dem besten Wege, Atomausstieg, erfolgreichen Klimaschutz und industrielle Weltmarktführerschaft miteinander zu verbinden. Doch die Gesetzgebungen der letzten Jahre haben diese erfolgreiche Entwicklung völlig ohne Not gestoppt und in der Erneuerbaren Energien-Industrie ein regelrechtes „Blutbad“ angerichtet.
Mit der momentanen Ausbaugeschwindigkeit der erneuerbaren Energien wird nur etwa die Hälfte des bis 2022 zu ersetzenden Atomstromes tatsächlich ersetzt werden können. Was bedeutet, dass dann der Atomausstieg nur mit Erhöhung der Klimagasemissionen erreicht werden kann.
Außerdem können so die angepeilten Effizienz- und Einsparungsziele der Bundesregierung nicht erfüllt werden. Der Primärenergieverbrauch ist im letzten Jahr sogar wieder gestiegen und damit auch der CO2-Ausstoß.Von der Erreichung von Klimaschutzzielen ist Deutschland – trotz  in Paris übernommener Verpflichtungen – weit entfernt, wie die Bundesregierung erst kürzlich selbst einräumen musste.

Ganz anders dagegen bei der Klimakonferenz 2016 in Marrakesch: Dort haben 48 Staaten beschlossen, ihre gesamte Energieversorgung zwischen 2030 und spätestens 2050 auf 100 Prozent erneuerbare Energien umzustellen.
In der aktuellen deutschen Politik gibt es über solche Ziele nicht einmal eine Diskussion.

 

Energiewende abgeschlossen ?

Das Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien (EEG) hat die Deutsche Energiewende vorangebracht, weltweit wird es kopiert.

In Deutschland wurde das EEG in den letzten Jahren jedoch mehrfach novelliert, mit der Begründung die Kosten würden aus dem Ruder laufen. Jedes Mal wurde der Neuzubau erschwert und die Zielmarken nach unten korrigiert. Kosten wurden dabei nicht gespart. Nun steht die Nächste Novelle an, mit dem selben Ziel – weniger Zubau von Erneuerbaren Energien.

Ca. 30% des Stroms kamen letztes Jahr aus Erneuerbaren Energien. Für die Stromkonzerne, die 150 Jahre lang als Quasi-Monopolisten Traumrenditen erwirtschafteten und zu den mächtigsten Konzernen im Land gehörten, ist das viel zu viel. Mit den Erneuerbaren ist ihnen eine Konkurrenz erwachsen, die sie noch bis vor kurzem belächelten, die ihnen aber heute das Leben schwer macht, ja – zusammen mit dem Atomausstieg – ihre Existenz gefährdet.

Nun ist aber genug mit der Energiewende ist deshalb das Signal an die Politik. Die Versorungssicherheit sei in Gefahr, die Kosten viel zu hoch und außerdem seien Arbeitsplätze (bei den Stromkonzernen – im Bereich Erneuerbarer Energien entstehen dafür Neue) gefährdet. Und die Politik reagiert, die Konzerne sind noch immer mächtig und versorgen darüber hinaus traditionell Politpensionäre mit lukrativen Anschlussposten.

Blöde, dass nur mit einem schnelleren Ausbau der Erneuerbaren die international abgegebenen Klimaschutzversprechen eingehalten werden können, die Versorgungssicherheit (lt. Bericht der Bundesnetzagentur) in den letzten Jahren nicht schlechter, sondern besser wurde (trotz der Erneuerbaren) und das Kostenargument sich doch stark relativiert, schaut man an, was der so billige Atomstrom im Nachlauf noch so kosten wird.

Die Folgekosten des „billigen“ Atomstroms werden nämlich, das zeichnet sich bereits heute schon ab, zum Großteil nicht die Stromkonzerne zahlen, die damit Milliarden verdient haben, sondern Generationen von Steuerzahlern.

Die Energiewende dagegen ist noch lange nicht abgeschlossen, sie steht erst am Anfang. Nur mit ihr lassen sich die Klimaversprechen einhalten und – wenn sie klug gemacht ist – kostengünstig Energie erzeugen und neue Arbeitsplätze schaffen. Anstatt Geld den Öl- und Gaslieferanten zu überweisen, kommen die hierfür aufgewandten Milliarden der heimischen Wirtschaft zugute.

All dies ist bekannt. Aber mächtige Interessen stehen dem entgegen und mit der Behauptung, dass die Stromkosten mit mehr Energiewende weiter steigen würden, lässt sich auch gut gegen die Erneuerbaren schießen. Getreu dem Motto: Sparen, egal was es kostet.

 

Deutsche Welle: Weniger Klimaschutz mit neuem Energiegesetz?
SWR: Nur ein Anfang ist gemacht
DIW, Prof. Kemfert: Eine kluge Energiewende ist nicht zu teuer
ZEIT online: Wer zahlt für den Atomausstieg?
ARD – Sende-Hinweis: Die Macht der Stromkonzerne

„Energiewende nicht versenken“

ENERGIEWENDE NICHT VERSENKEN: Unter diesem Motto haben  Verbraucher und Privatpersonen eine Unterschriftenaktion gegen die geplante EEG-Reform der Bundesregierung gestartet. Online können sich nun alle beteiligen und ihre Unzufriedenheit mit dem geplanten Gesetz kundtun.

Die Politiker werden aufgefordert, die anstehende Novelle zu nutzen, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zügig weiterzuführen, anstatt weiter abzuwürgen.

Bei der Photovoltaik wird wieder ein höherer Zubau gefordert, der wenigstens im „schon zu geringen Ausbaukorridor der Bundesregierung“ liegen sollte. Sowohl 2014 als auch 2015 ist der Photovoltaik-Zubau mit weniger als 1,5 Gigawatt klar unter diesem Ziel von jährlich rund 2,5 Gigawatt neu installierter Photovoltaik-Leistung geblieben.

Zudem müsse es neue Vermarktungsmöglichkeiten für Grünstrom geben. Ein neues Vermarktungsmodell, das nach der EEG-Reform 2014 noch gefunden werden sollte, gibt es bis heute nicht.

Offensichtlich haben die Leute es satt, dass diese Regierung in der Energiewende genau das Gegenteil dessen macht, was sie in Sonntagsreden plakativ  „ins Schaufenster stellt“.

Auf dem Klimagipfel 2015 in Paris wurde beschlossen, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Hierzu muss unsere gesamte Energieversorgung vollständig auf regenerative Energien umgestellt werden. Beim derzeitigen Tempo der Energiewende dauert das in Deutschland aber noch 140 Jahre. Das Tempo der deutschen Energiewende müsste also fast um den Faktor 5 gesteigert werden.  Zeit, endlich zu handeln meint auch der gebürtige Leonberger Volker Quaschning, Professor für das Fachgebiet Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin im Beitrag Wege zur Dekarbonisierung und zum Klimaschutz in Deutschland.

An der Unterschriftenaktion beteiligen kann sich jeder auf der Internetseite des Bundes der Energieverbraucher.

Link zu Protestbrief – an Unterschriftenaktion teilnehmen: Protestmail „Energiewende nicht versenken“

 

Klimaerwärmung: Aus den Augen, aus dem Sinn

Es ist gerade einmal einen Monat her, dass die Weltgemeinschaft sich gegenseitig hoch und heilig versprochen hatte nun endlich Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung zu ergreifen.

Rhetorisch besonders hervorgetan haben sich die Deutschen (Politiker), die sich so gerne auf der Weltbühne als Musterschüler präsentieren.

Jetzt, gerade einmal einen Monat später, zeigt sich, dass die riesigen Sprechblasen nichts als heiße Luft waren.

Anstatt das Projekt nun, wie verspochen, wirklich anzupacken regt sich heftiger Widerstand in der Regierungskoalition gegen den weiteren Ausbau umweltfreundlicher Erneuerbarer Energien.

Viel zu teuer, viel zu unsicher und überhaupt kommt der Ausbau des Leitungsnetzes nicht hinterher.

Alles wohl klingende, keineswegs neue Behauptungen, die aber längst widerlegt sind.

Und selbst wenn es so wäre. Der gemeine Bürger ist fasziniert was mit dieser Regierung alles plötzlich geht und wo auf einmal zig-Milliarden aus dem Nichts auftauchen, wenn ein als wichtig erachtetes politisches Ziel durchgesetzt werden soll.

Wahrscheinlich ist es zuviel verlangt auch die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen als „systemrelevant“ einzustufen – ist einfach zu teuer.

Greenpeace: Atom und Kohle werden deutlich höher subventioniert als erneuerbare Energien
Frankfurter Allgemeine: Energiesubventionen am Pranger
Rheinische Post: Ökostrom-Ausbau geht der Union zu schnell voran
Berliner Morgenpost: Koalitionskrach um Energiewende entbrannt
PV-MAGAZINE: Claudia Kemfert kritisiert Gespensterdebatte um Kosten der Energiewende
Klimaretter: BUND: „Energiewende am Scheideweg“

Klimagipfel: Bündnisse von Städten und Regionen

Die Klimaverhandlungsparteien haben sich in Paris darauf geeinigt, dass die Erderwärmung auf maximal 1,5 bis 2 Grad Celsius begrenzt werden soll.

Doch die Erdatmosphäre hat keinen Thermostat. Und per Beschluss alleine läßt sich das Ziel nicht erreichen.

Das „Wunder von Paris“ ist damit im besten Fall die Einsicht, dass die Zeit der Klimaverhandlungen vorbei und die Zeit der nationalen Handlungen gefordert ist.

Fossile Energien werden aber durch die Pariser Verträge in keiner Weise konkret limitiert.

Ihr Einfluss ist besonders offensichtlich in Deutschland, wo die Regierung das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) deformiert und damit die Energiewende gedrosselt hat. Der Ausbau der Solar- und Windenergie soll sogar durch ein planwirtschaftlich anmutendes Vergabesystem weiter massiv ausgebremst werden.

Jetzt ist die nationale Gesetzgebung gefordert, die vom „Bremser“ zum „Treiber“ werden muss. Mehr als einen gesetzlichen Rahmen zu schaffen um das Versprechen von Paris einzuhalten kann sie jedoch nicht erreichen.

Denn: Der Umstieg auf Erneuerbare Energien erfolgt lokal und regional.

Und da sind die Zeichen positiv. Von der großen Welt wenig beachtet kamen in Paris nämlich – unter Führung von Kalifornien und Baden-Württemberg – Bündnisse zustande, die vermutlich mehr bewegen werden, als die große „Gipfelaufführung“. Innerhalb kürzerster Zeit schlossen sich dutzende Regionen und Gemeinden aus vielen Staaten der Initiative an.

Und auch auf Ebene der einzelnen Gemeinden tut sich etwas. Viele „normale“ Bürger haben die Zeichen der Zeit erkannt und engagieren sich. Sie wollen nicht länger zur Gattung „Homo Dummkopf“ gehören und sehenden Auges auf sich abzeichnende Katastophen warten.

Liebe Politiker, jetzt wird es eng. In Paris „bloß s‘ Maul aufreissa“ wird nicht reichen. Die Wähler werden Euch an Taten messen.

PV Magazine: In Paris ein spätes Erwachen: das Erneuerbare Zeitalter hat längst begonnen
Stuttgarter Zeitung: Der Tag der Allianzen in Paris
Stuttgarter Nachrichten: „Homo Dummkopf“ und das Warten auf Katastrophen

Historischer Klimavertrag kommt zustande

196 Staaten der Welt bekennen sich in Paris zum Klimaschutz.

Dies ist ein großer Erfolg, der beileibe nicht selbstverständlich war, und tatsächlich ein Grund zum feiern.

Doch bisher sind es nur Absichtserklärungen und Papier – und letzteres ist ja bekanntlich geduldig. Der Vertrag muss jetzt auch umgesetzt werden.

Nachstehend jubelnde und kritische Medien-Stimmen zur Einigung in Paris.

Tagesschau.de: Ein solides Fundament
DIE WELT: Jubel nach historischem Klimaabkommen
Deutsche Welle: Klimagipfel: „Wir haben es getan!“
Hans-Josef Fell:  Bewertung des Klimaschutzabkommens von Paris
Franz Alt: Mehr Klimaschutz für Kinder und Enkel
DIE ZEIT: Die To-do-Liste von Paris
PV Magazine:  Mehr Engagement beim Kohleausstieg von der Bundesregierung gefordert
Wirtschaftswoche: Der Klimavertrag ist eine Katastrophe
DER SPIEGEL: Klimagipfel-Vertrag: Freut Euch – aber nicht zu früh

Mehrheit in Deutschland will Kohleausstieg

Eine breite Mehrheit der Deutschen befürwortet den Kohleausstieg, wie er derzeit auf der Klimakonferenz gefordert wird um die Klimaerwärmung zumindest in einem erträglichen Rahmen zu halten.

Dass eine Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien bis 2050 möglich ist, hat bereits 2010 das Umwelt-Bundesamt mit einer Studie bestätigt.

Aktuell legt auch die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften eine Studie vor, die beweist, dass mit 100% Erneuerbaren Energien eine stabile und bezahlbare Stromversorgung möglich ist.

Deutsche Welle:  Mehrheit in Deutschland will den Kohleausstieg
Umwelt-Bundesamt (2010):  Energieziel 2050
Akademie der Technikwissenschaften: Stellungnahme zur Stromversorgung der Zukunft

Wie die Deutschen das Klimawunder verhandeln

Die Deutschen verhandeln in Paris das „Klimawunder“. Mit ihrem Vorschlag und Verhandlungsgeschick sind sie gerade dabei die „Dekarbonisierung“ der Welt durchzusetzen und uns damit alle vor der Klimakatasstrophe zu retten.

Wer als Deutscher den (unten verlinkten Artikel) liest, muss einfach Stolz sein auf seine Regierung und das handelnde Personal.

Es stimmt auch: Deutschland hat als erste Industrienation bereits vor 15 Jahren (unter der damaligen rot-grünen Regierung) den Aufbau sauberer Erneuerbarer Energien gefördert. Das hierfür ins Leben gerufene „Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)“ war vorbildlich und wurde von vielen Staaten weltweit übernommen. Der Erfolg kann sich sehen lassen.

Nach Fukushima wurde von der Regierung Merkel zwar vollmundig die „Energiewende“ ausgerufen, aber gleichzeitig der Zubau Erneuerbarer Energien massiv ausgebremst.

Laut „Klimakanzlerin“ sollte z.B. der Photovoltaik-Industrie auch mal eine Atempause gegönnt werden. Eine schöne Formulierung für die Strangulation (mit einsetzendem Atemstillstand) einer ganzen Branche mit der Folge massenhafter Insolvenzen und dem Verlust von tausenden Arbeitsplätzen.

Aber immerhin, es wurde erreicht was erreicht werden sollte: der Zubau umweltfreundlicher Solarstromanlagen sank von fast 8 GW im Jahr 2012 auf nunmehr gut 1 GW. Das früher im Bereich Solartechnik führende Deutschland hat längst seine Rolle an die Mitbewerber in Asien abgeben müssen.

Anderen Erneuerbaren Energien erging es in Deutschland nicht viel besser, auch sie wurden massiv zurechtgestutzt.

Und – jetzt sind wir wieder beim deutschen Drang die Welt zu dekarbonisieren – selbst eigene Anstrengungen zum Erreichen kohlenstofffreier Energieproduktion stark zurückfahren, weiter die Luft mit CO² aus  (vorwiegend Braun-) Kohlekraftwerken verpesten, aber andere belehren wollen.

Wasser predigen und Wein trinken.

Was in den letzten Jahren in Deutschland hinsichtlich CO²-Reduzierung tatsächlich getan wurde, darauf kann man wirklich nicht stolz sein – ganz im Gegenteil.

Der Verweis auf frühere Taten wird nicht reichen die Welt zu überzeugen – Führung durch Vorbild (Merkel in Eröffnungsrede zu Pariser Konferenz) ist angesagt !

Spiegel online: Wie die Deutschen das Klimawunder verhandeln
Deutsche Welle: Dynamik für Kohleausstieg in Europa?

Deutschlands holpriger Weg zum Klima-Musterknaben

Der Klimagipfel in Paris scheint ein Erfolg werden zu können. Die Unterhändler von fast 200 Staaten haben sich auf einen ersten Entwurf für ein Abkommen geeinigt.

Ob den Ankündigungen dann auch die entsprechenden Taten folgen, ist aber fraglich.

Mit dem Finger auf andere zu zeigen gilt nicht. Nach einer  Analyse des europäischen Climate Action Network müssen die CO2-Emissionen allein aus Europas Kohlekraftwerken dreimal schneller sinken als bisher, um die globale Erwärmung noch unter der wichtigen Marke von zwei Grad zu halten. Die 280 in der EU betriebenen Kohlekraftwerke stießen im vergangenen Jahr 762 Millionen Tonnen CO2 aus – fast ein Fünftel der Gesamtemissionen.

Auch und gerade Deutschland hat noch viele Hausaufgaben vor sich. Im Moment pusten die bundesweit 70 Kohlekraftwerke mehr als ein Viertel der Treibhausgase hierzulande in die Luft. Noch immer werden fast 44 Prozent der Energie in Deutschland mit der Verbrennung von Kohle produziert – von einer Industrie, die durch massive Subventionen aus Steuergeldern ihre Preise senkt.

Die 28 EU-Staaten haben den Ausbau der Kohle-Infrastruktur zwischen 1990 und 2007 mit insgesamt 200 Milliarden Euro subventioniert. Nur die Atomindustrie bekam mit 220 Milliarden Euro noch mehr. Spitzenreiter bei diesen Finanzspritzen ist Deutschland. Aus dem aktuellen Bundeshaushalt fließen rund 1,2 Milliarden Euro  als direkte Finanzhilfe (indirekte Vergünstigungen noch nicht mitgerechnet) alleine in den Steinkohlebergbau. Das Land Nordrhein-Westfalen schießt eine weitere halbe Milliarde Euro pro Jahr zu.

So wird  die Bundesregierung ihr selbst gestecktes Klimaziel für 2020 verfehlen. Bis dann sollte der CO2-Ausstoß gegenüber 1990 um 40 Prozent verringert sein. Doch: Auch bei der Förderung von Braunkohle steht Deutschland mit 183 Millionen Tonnen im Jahr 2013 weltweit auf Platz eins, noch vor China (147 Millionen Tonnen).

Der Weltwährungsfonds (IWF) hat die Regierungen dazu aufgerufen, den Verbrauch von Kohle, Öl und Gas nicht weiter zu subventionieren. Die Staaten der Welt subventionieren fossile Energieträger in diesem Jahr mit 4,8 Billionen Euro. Die Summe entspricht 6,5 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts und übersteigt damit die globalen Ausgaben für Gesundheit.

Im Verhältnis hierzu ist die Förderung von Erneuerbaren Energien geradezu unbedeutend.

Würden alle Subventionen für „schmutzige Energieträger“ verschwinden, dann würde die Emission von Treibhausgasen um 17 Prozent zurückgehen, schätzt der Währungsfonds.

Doch dieser Appell verhallt auch in Deutschland bisher ungehört.

Würde unsere Kanzlerin die „schwäbische Hausfrau“ fragen, auf die sie sich gerne beruft, hätte diese sicherlich einen guten Rat: „Net schwätza, macha!“

Stuttgarter Nachrichten: Deutschlands holpriger Weg zum Klima-Musterknaben
Süddeutsche Zeitung: Darum muss Deutschland mehr für das Klima zahlen
BUND: Bundesumweltministerin Hendricks muss Verhandlungen voranbringen